Verein Symposion Lindabrunn
Laboratorien experimenteller
Kunst und Architektur
       
D-Luciferin Factory
Ein biotechnisches Kunstprojekt mit Glühwürmchen
Konzept: Francesco Mariotti (CH), umraum artcollective 2010
Autonome Lichtinstallation mit Solarenergie, bestehend aus: PET-Flaschen, LEDs, Zaun, Solarpaneelen, ALU- und PVC-Rohren, Vogelschutznetzen, Holzpflöcken und Sonnenblumen
Ein Licht-Klang-Zaun schirmt gemeinsam mit einem lebenden Zaun aus Sonnenblumen das Gelände gegen die Außenwelt ab. Dahinter die Energieproduktion mit Solarpaneelen welche die Factory autonom mit Strom versorgt. Im Halbrund der Fabrikshalle tanzen die Glühwürmchen ihren Hochzeitstanz, angelockt von LEDs, abgeschirmt durch CUBICULUS. Nach dem Hochzeitstanz sterben die Leuchtkäfer und werden mit den Netzen der Factory eingesammelt. Getrocknete "Fireflies" sind eine Handelsware und werden für etwa 31 EUR pro 1 g angeboten. Aus den Laternen oder dem getrockneten Laternenpulver wird in einem hochkomplexen chemischen Prozess der wertvolle Stoff D-Luciferin produziert, der vor allem in Medizin, Diagnostik und Gen-Forschung zur Anwendung kommt.

D-Luciferin Factory ist Teil des art-in-progress Projektes IMMIGRATION. Konzipiert von den Künstlern Francesco Mariotti und Klaus Geldmacher (2006) entwickelte sich das Projekt über die Phasen Enklave (2007), Habitat (2008) und TOMATL (2009) zur D-Luciferin Factory.

Francesco Mariotti hat in Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv umraum seit 2007 jährlich je eine Projektphase am Symposion Lindabrunn umgesetzt. Als Projektauftakt findet jeweils im Juni (Sonnenwende) eine biotechnische Kunst-Aktion statt. Am 11. September 2010 wird die D-Luciferin Factory mit einem Son et Lumière Spektakel dem Publikum präsentiert.